Streit ums Erbe

In Deutschland gibt es Jahr für Jahr über zwei Millionen Gerichtsverfahren. Ein beachtlicher Teil davon sind erbrechtliche Auseinandersetzungen, die langwierig und nicht selten schmutzig und zudem auch noch teuer sind. Doch für einen Prozess kann es auch gute Gründe geben: Niemand sollte auf sein Recht verzichten, ganz gleich, ob es um die Durchsetzung von Ansprüchen oder um die Abwehr überzogener Forderungen geht.

Auskünfte verweigern – keine gute Idee

Doch es gibt noch eine weitere Kategorie von Klagen: Klagen, die dazu führen sollen, erst einmal Licht ins Dunkel der Vermögensverhältnisse eines Erblassers zu bringen. Es ist kaum zu glauben, wie hier gemauert wird, wie Informationen zurückgehalten werden, Einblick in Kontodaten und Kontobewegungen verwehrt wird, um ja nichts von dem Erhaltenen zurückgeben zu müssen, da es neben dem Verlust des tatsächlichen Vermögenswertes auch immer ein Eingeständnis oder eine Aufdeckung eines fehlerhaften Verhaltens bedeuten würde. Ein guter Anwalt kann derartige Blockadetechniken aufbrechen und auf diese Weise sehr viel erreichen.

Gleiches Recht für alle – (leider nicht) immer

Für die meisten Erben ist die gerechte Behandlung aller Beteiligten von enormer Bedeutung. Auch und insbesondere, wenn eine Erbschaft zu unterschiedlichen Teilen an die Erben geht. Ein Kind hat beispielsweise mehr für die Eltern getan, hat sie bis ans Ende gepflegt und erhält jetzt den gleichen Anteil wie die anderen Miterben. Für viele nicht zu verstehen und ein Grund zur Klage. Oder dieses Kind erhält mehr als die anderen Kinder. Unbestritten hat es die Eltern gepflegt, aber der jetzt zugesprochene Anteil geht deutlich über das hinaus, was die anderen akzeptieren würden. Wir könnten diese Liste unendlich fortsetzen. Daher lohnt es sich, einen Blick auf das konkrete Anliegen zu werfen. Stets gilt:

Nicht blind in ein gerichtliches Verfahren laufen

Wer etwas will, muss es sich holen. Wir helfen im Falle eines anstehenden Erbstreites schnell und professionell. Damit Sie beurteilen können, ob es sich lohnt, Ihr Recht gerichtlich durchzusetzen, nehmen wir eine erste Einschätzung Ihres Anliegens zum Festpreis vor.

Unsere Leistungen in strittigen Verfahren:

Ein wenig Hintergrundwissen schadet nicht

Es ist kein Geheimnis: Wer bei erbrechtlichen Auseinandersetzungen durch die fehlende Auskunftsbereitschaft anderer Erben nicht zügig zu seinem Recht kommt, hat keine andere Wahl als zu klagen. Entweder wird nach einem Erbfall versucht, durch Verschleierung oder einfaches Nichtreagieren, die Verteilung des Erbes ganz oder teilweise zu vereiteln oder das Erbe war schon vor dem Tod des Erblassers in Gefahr.

Nicht selten wird in der letzten Lebensphase versucht, dem Erblasser das spätere Erbe schlicht und einfach „abzujagen“. Nicht jede neue Heirat ist eine Heirat aus Liebe. Häufig steht, besonders bei größeren Vermögenswerten, berechnendes Kalkül dahinter. Die ursprünglich für das Erbe vorgesehenen Empfänger verlieren dann auf den letzten Metern doch noch den Großteil der zugesagten Vermögenswerte. Und das ist auch ganz einfach. Obwohl das deutsche Erbrecht den Schutz des Erbes grundgesetzlich sichert, verhindert es nicht, dass in den letzten Jahren Vermögensverschiebungen größeren Ausmaßes vorbereitet werden können.

Viele letztwillige Verfügungen sind unwirksam eine Chance auf Gerechtigkeit, aber nur, wenn man klagt

Was viele nicht wissen: Viele Testamente haben vor Gericht keinen Bestand. Die Anforderungen an die sog. Testierfähigkeit, also die uneingeschränkte Macht, über das eigene Vermögen verfügen zu können, sind in kaum einem anderen Land so hoch wie in Deutschland. Dazu kommt, dass schon ein einziger kleiner Formfehler dazu führen kann, dass ein Testament ganz oder teilweise unwirksam wird. Tausende Gerichtsverhandlungen allein hierzu gibt es landauf und landab. Der Ausgang dieser Verfahren führt häufig zur Änderung der Verteilung.

Zahlreiche dieser Gerichtsverfahren gehen auf Sparsamkeit der Erblasser an der falschen Stelle zurück: Wer als juristischer Laie sein Testament selbst verfasst, ist sich meist nicht darüber im Klaren, dass es einem erfahrenen Anwalt leicht fällt, derartige letztwilligen Verfügungen auszuhebeln. Gesundheitliche Gründe, Formfehler oder unklare Bestimmungen und vieles andere mehr bieten ein breites Angriffsfeld für die Kläger.

Für eine umfassende Beratung berechnen wir 178,50 Euro (150 Euro zzgl. 19 % MwSt.).

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